Mitteilungen
«Tor zu Thurauen»: Erste Bilanz
Freitag, 30. Dezember 2011
Am 20. August wurde das Naturzentrum Thurauen eingeweiht und damit der Abschluss der ersten Etappe des Projekts «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» gefeiert. Die erste Bilanz ist eindrücklich.
Schaffhauser Nachrichten, Weinland
M. G.
Bundesrätin Doris Leuthard und der Zürcher Regierungsrat Markus Kägi haben am 20. August mit Hunderten Gästen den Abschluss der ersten Etappe des Grossprojektes «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» und die Eröffnung des Naturzentrums Thurauen in der Steubisallmend bei Flaach gefeiert. Im Rahmen des Projekts hat der Kanton Zürich in den letzten drei Jahren das Ufer der Thur renaturiert und rund die Hälfte der veranschlagten 54 Millionen für diese letzte Etappe, die «Königsetappe» der gesamten Renaturierungsmassnahmen entlang der Thur, verbaut. Herzstück des neuen Flaacher Erholungsmekkas ist das Naturzentrum Thurauen: Als Schmelztiegel für Wissensdurstige, Erholungsuchende und Naturliebhaber, die sich das Auengebiet erklären lassen wollen, bietet die Ausstellung viel Anschauungsunterricht.
Erfolg ist den Betreibern des Naturzentrums, sprich: der interaktiven Ausstellung, des Lehrpfads und des neuen Restaurants Rübis & Stübis, beschieden. Laut der Stiftung PanEco sind bislang 7000 Besucher in die Thurauen gekommen, davon 5200 in die Ausstellung, darunter Schulklassen, Firmen-, Behörden- und Fachgruppen – etwa Wasserbaufachleute und Ingenieure, aber auch Familien und Rentner. «Es kamen mehr, als wir erwartet hatten. Längerfristig rechneten wir mit zwischen 6000 und 10 000 Besuchern pro Jahr», sagt Kaspar Hitz, Geschäftsführer der Stiftung PanEco. Dies, obwohl die Saison erst im August begann. Nun müsse die Zukunft weisen, ob es sich um einen Anfangsansturm gehandelt habe, der mit dem Auftritt der Bundesrätin an der Eröffnung Momentum erhalten habe. Doch mit zukünftig 10 000 Gästen wäre er zufrieden. Denn zu viele Kunden würden auch das Personal – etwa bei den Führungen – an seine Grenzen bringen. «Wachstum um jeden Preis ist daher nicht gesund. Lieber 10 000 statt 15 000 Kunden, dafür werden diese gut betreut», sagt Hitz. Auf eine treue Stammkundschaft, vorab aus dem Weinland, könne er aber jetzt schon zählen. Viele besuchen wandernd die Thurauen, andere nur das Naturzentrum, welches gemäss Leistungsauftrag als «Tor zu den Thurauen» den sanften Tourismus pflegt. Seit Kurzem teilen sich auch drei Personen die Ranger-Aufgaben. Das Restaurant bietet ausschliesslich Gerichte aus saisonalen Ingredienzen aus der Region oder zumindest der Schweiz an. Die Öffnungszeiten des Naturzentrums seien mehrmals ausgedehnt worden – ein weiterer Erfolgsindikator: Das Zentrum mit der Ausstellung war etwa im Winter viel öfter als einen Sonntag im Monat – die Minimalvorgabe vom Kanton – geöffnet. Das Restaurant muss unterschiedliche Kundengruppen bedienen und hat daher auch zwei Betriebsmodi entwickelt. Im Sommerhalbjahr sorgten das Naturzentrum, der benachbarte Campingplatz und das Schwimmbad für Massenkundschaft. Im Winter würden eher Gruppen bedient im Rahmen von Tagungen (Anlassgeschäfte).

Autor: Schaffhauser Nachrichten
Kommentare
Weblink: m799