Fahrender Schüler
Text
- Der Sang ist verschollen, der Wein ist verraucht, stumm irr ich und träumend umher. - [: Es taumeln die Häuser vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer. :]
- Die Wolken, sie tanzen, manch Sternlein fällt, hat tief in den Wolken gezecht; ich steh wie ein Fels, wie die Angel der Welt, wie ein Kaiser in Freiheit und Recht.
- Und die Strassen durchirr ich, die Plätze so schnell, ich klopfe von Haus zu Haus; bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, wer schützt mich vor Wetter und Graus?
- Ein Mägdlein winkt mir vom hohen Alten, hell flackert im Winde ihr Haar. Ich schlag in die Saiten und schwing mich hinan, wie licht ist ihr Aug’ und wie klar!
- Und sie küsst mich und drückt mich und lachet so hell; nie hab’ ich die Dirne geschaut. Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, was lacht sie und küsst mich so traut!
Vor 1855
Melodie
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